Highlights zwischen Perth und Kalbarri

30 Jul

Wir fahren die Küste hoch bis Cervantes und verbringen zwei Tage in den zum Nambung Nationalpark gehörenden Pinnacles. Eine Wüste voll mit bizarren Kalksteinsäulen – ein natürliches Phänomen bestehend aus zusammengepresste Korallen, die sich, dem Wind und Regen ausgesetzt während den letzten hunderten von Jahren zu Säulen geformt haben. Bei Sonnenauf- und untergang sowie bei Vollmond ergeben sich wunderschöne Szenarien. Ein Paradies für jeden Fotograf. Man kann mit dem Auto durch diese Wüstenlandschaft fahren und sich einen Platz aussuchen um auf die richtigen Lichtverhältnisse zu warten und DAS besondere Foto zu schiessen.

Während den nächsten Tagen geniessen wir die Landschaft der Nationalpärke Lesueur und Stockyard Gully. Ich komme mir vor wie im Märchen Alice im Wunderland. Die Landschaft ist einfach märchenhaft. Bewaffnet mit starken Taschenlampen erkunden wir eine stockdunkle Höhle. Kurz vor dem Ausgang entdeckt Anke eine schlafende Eule. Mit blossem Auge kann man ihre Schönheit nicht bewundern. Mit Anke’s professionellen Fotoapparat schon eher. Die Objektive werden gewechselt, die Beleuchtung berechnet. In geduldiger und minuziöser Arbeit werden mehrere Aufnahmen  gemacht. Ausserhalb der Höhle steigen wir über Felsen und über gefallene Bäume. Papageienvögel fliegen herum, die Wiese leuchtet sattgrün.  Der Weg führt zu einer weiteren Höhle in der sich Fledermäuse befinden. Diese Höhle ist aber momentan aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Wir fahren mit unseren Fahrzeugen durch 4WD Gelände, übernachten wenn möglich an gratis Campingplätzen. Es gibt in Australien ein Campingatlas, das Camp 6 – ein Muss für jeden kostenbewusster Camper. Es beinhaltet alle gratis sowie günstigen Campingplätze im ganzen Kontinent.  Wir gesellen uns zu dieser Gruppe und versuchen auf dieser Weise unsere Fixkosten niedrig zu halten. Der starke australische Dollar sowie die überaus überhöhten Preise bereiten uns schon Bauchschmerzen.

Kurz vor Geraldton lassen wir Anke und Irmchen weiterziehen. Sie sind schneller als wir unterwegs.  Als mich die Grippe erwischt, entscheiden wir uns eine Pause zu machen um mich in Ruhe auszukurieren. Einige Tage später sind wir über den Pink Lake (ein rosa farbiger See, welcher seine Farbe der im Wasser enthaltenen Betakarottin verdankt) zum Kalbarri Nationalpark unterwegs. Einmal mehr dürfen wir an der Küste den vorbeiziehenden Buckelwalen zusehen. Im Nationalpark fahren wir zu verschiedenen Aussichtspunkte und unternehmen eine spannende vierstündige Wanderung über Klippen, entlang eines Flusses.

Nun zwingt uns Dingidi zu einer Pause. Ein mahlendes Geräusch, welches sich bemerkbar macht beim Fahren mit dem Vierradantrieb verunsichert uns. Wir fahren nach Geraldton zurück, wo wir für eine Woche festsitzen und das Auto prüfen und reparieren lassen. Nach unterschiedlichen Einschätzungen in diversen Werkstätte sind wir erleichtert als der Fehler „nur“ ein defektes Radlager ist.

Das Wetter wird abends stürmisch und regnerisch. Eines Abends tropft es rein und wir wissen nun, dass die Imprägnierung des Dachzeltes (Canvas) nun doch schon fällig wird. Durch eine glückliche Begegnung kommen wir dazu das Canvas in Geraldton zu einem viel günstigeren Preis zu ersetzen als an anderen Orten offeriert. Innerhalb von 9 Stunden wird das neue Teil für uns angefertigt.

Nach sieben Tagen geht es jetzt doch weiter. Wir freuen uns!

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