Halbinsel Peron

2 Aug

Unsere Freude über die neue Canvas hält nicht lange an. Zwei Tage nach Einbau bzw. 400 km nördlich von Geraldton regnet es am Abend rein. Wir sind ratlos und enttäuscht. Was machen? Zurückfahren? Nein, das kommt für uns nicht mehr in Frage. Wie wird es sein, wenn ein kräftiges Tropengewitter sich breit macht? Das wollen wir uns lieber nicht vorstellen. Wir rufen nach diesem Wochenende den Geschäftsführer der Näherei an und fragen ihn um Rat. Er ist überrascht, dass der Stoff nicht wasserdicht ist. Es sei der beste Stoff, den er für solche Zwecke verkauft. Wir einigen uns darauf, dass wir die Canvas imprägnieren und er uns die Kosten des Mittels zurückzahlt. Damit sind wir glücklich. Nun heisst es in der nächsten grösseren Ortschaft das Mittel zu beschaffen.

Wir befinden uns am Shark Bay auf der Halbinsel des Nationalparks François Peron. Dieser Park ist erst in den 90er Jahren entstanden. Hier ist es den Umweltschützer gelungen, vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten wieder anzusiedeln, diese zu beschützen vor den in Australien eingeführten „Problemtiere“ (Dingos, Kaninchen, Füchse, Wildkatzen, Frösche, u.a.). Der Erfolg des Projektes zeige sich in der wachsenden Population. Uns bleiben die Tierchen vorenthalten, denn sie sind hauptsächlich nachts aktiv und sehr schüchtern.

Um durch den Park zu fahren, braucht man ein 4WD taugliches Fahrzeug. Dingidi ist fit und freut sich auf die Herausforderung – ich auch, denn ich sitze am Steuer. Der Reifendruck muss von 50 auf 20 psi gesenkt werden um die Wege zu schonen und damit man hoffentlich nicht stecken bleibt. Beim Ein- bzw. Ausgang des Parks steht zu unserer Erleichterung eine Reifenfüllstation zur Verfügung, welch ein Luxus! Höchste Konzentration ist gefragt durch dieses holprige und wellige Gelände. Ich denke auf einer One Way Strecke zu sein, so schmal ist der Weg. Weit gefehlt, zum Glück kommt mir niemand entgegen, ich wüsste nicht wohin ausweichen. Wegen der Regenfälle der letzten Tage ist der eine oder andere Abschnitt überflutet, dann wiederum hat man das Gefühl über trockene Seen zu fahren. Bis auf einige Rutschpartien geht alles gut, Mike atmet auf. Dingidi sieht super aus :o)

Am Cape Peron angekommen fällt einem gleich auf, dass die rötliche Farbe der Erde hier intensiver ist als sonst, was wohl heisst… Eisen haltiger. Der Ozean sieht in diesem Kontrast blauer aus. Beim einstündigen Spazierweg zum Aussichtspunkt wird dem Besucher auf Informationsschilder erklärt, dass hier der erste Europäer den australischen Kontinent betreten hat. Es wird geschildert wie die erste Begegnung mit den Aboriginals war. Beim Aussichtspunkt werden einem die vielen Meerestierarten vorgestellt, welche hier leben wie z.B. Schildkröte, Mantas, Delfine, Dugongs, Haie und die vorbeiziehenden Wale. Auf dem Rückweg sehen wir tatsächlich Delfine. Jupiii, ich bin happy.

Wir verbringen zwei Tage in dieser ursprünglichen Gegend, campen im Nationalpark, weihen unsere Fischerrute ein, d.h. machen unsere ersten Erfahrungen damit. Dabei schauen wir den Delfinen zu, wie sie im Gegensatz zu uns erfolgreich fischen – wir üben weiter.

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