Schnorcheln am Ningaloo Riff

12 Aug

Der Preis für 1 kg Bananen beträgt in Westaustralia AUD 13. Das sind CHF 11 bzw. EUR 9! Durch die letztjährigen Überschwemmungen in Queensland sind viele Plantagen vernichtet worden. Das heisst Bananen sind hier Mangelware und es werden keine importiert. In der fruchtbaren Ortschaft Carnarvon finden wir eine Plantage, welche das kg für AUD 5 verkauft. Früchte und Gemüse sind hier einiges günstiger als im Supermarkt. Wir nutzen die Gelegenheit um unsere Vorräte an Frischwaren wieder aufzufüllen bevor wir nach Coral Bay und zum Ningaloo Riff fahren.

Kristallklares Wasser, weisse Strände, schöne Korallen und prächtige Unterwasserwelt. Das Meer ist zwischen 20 und 24 Grad kalt. Wir geniessen das Schnorcheln, allerdings mit dem 6mm dicken Neoprenanzug, denn mit dem 4mm dicken Shorty halten wir es im Wasser nicht länger als 20 Minuten aus.

An der Lefroy Bay (befindet sich im südlichen Teil des Ningaloo Riffes) haben wir das unglaubliche Glück ein geschütztes Plätzchen direkt am Sandstrand zu bekommen. Hier gibt es nichts als Sand, Dünen, Meer, Sonne. Man bringt alles mit – die „chemical toilet“ muss mit dabei sein, kann aber beim Ranger gemietet werden. Die Tagestemperatur beträgt mittlerweile 35 Grad, abends schwankt sie zwischen 15 und 20 Grad. Unsere zweite Batterie wird bereits nach 3 Tagen leer, das bedeutet keinen Strom… keinen Kühlschrank. Das Solarpanel auf dem Dach ist zu klein um den Strom alleine zu liefern. Mike überprüft die Verkabelung des Solarpanels und behebt einen Fehler, so dass wir einige Stunden mehr Strom nutzen können. Wir lernen mit unserem Wasservorrat von ca. 70 Liter während 7 Tagen auszukommen.

Diese sonnigen Tage nutzen wir um unsere Canvas mit dem in Carnarvon gekauften Imprägniermittel zu bepinseln. Wir teilen uns die Arbeit nach Körpergrösse ein… Mike pinselt den äusseren Teil. ich übernehme den Teil im inneren des Fahrzeuges und kann auf alles steigen um in die Höhe zu kommen.

Die fantastische Unterwasserwelt ist das schönste Geschenk an diesem Ort. Täglich gehe ich schnorcheln und erfreue mich über die Begegnung mit unzähligen farbigen Riff-Fische, Papageifische, Pufferfische, Kofferfische, Muränen, blau gepunktete Stachelrochen, Riesengarnele, weissspitzen Haie, Schwärme von Barrakudas, Thunfisch, Schildkröten, Angelfische, Morish Idols und und und einem Dugong! Eine unglaubliche Menge und Vielfalt an Leben. Man weiss nicht wohin man schauen soll. Die Vielfalt der Korallen ist ebenfalls bewundernswert.

Morgens kann man vom Strand aus Delfine beobachten, abends sehen wir aus der Ferne springende Buckelwale. Was für ein Geschenk. Meine morgendlichen Yoga-Übungen mit direkter Meeressicht geniesse ich ganz besonders. Eine Last gibt es doch an diesem Paradies… Fliegen. Sie können sehr lästig sein, kleben einem auf der Haut und auf den Kleidern und verfolgen einem überallhin. Nur im Wasser hat man seine Ruhe davor. Auch das Paradies ist wohl nicht perfekt – oder ist es unsere Einstellung?

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