Feuer!!!

20 Sep

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Die Erde brennt!

Keine Angst, uns und Dingidi geht es gut, aber auf unserem Weg begegnen uns immer wieder Brände. Wir fragen uns wieso, warum, weshalb. Wir gehen diesen Fragen nach und bekommen nach einiger Zeit einige Antworten.

Feuer spielt in Australien eine wichtige Rolle im Ökosystem, für das Wachstum und die Entwicklung der Vegetation. Viele Brände werden absichtlich und kontrolliert gelegt. Während die ausgebrannten Felder in europäischen Augen karg und öde aussehen, freuen sich die Aborigines weil die Erde gereinigt bzw. geklärt wird, weil Altes und Verwestes verschwindet und die zugewucherten Wege frei werden.

Traditionell sind die älteren und erfahrenen Aborigines für das Feuerlegen zuständig. Sie machen dies anfangs der Trockenzeit, wenn die Vegetation noch üppig grün ist und wenn die Tiere wach sind, damit sie nicht überrascht werden und flüchten können. Das Feuer erlischt abends ganz natürlich durch die Feuchtigkeit. Damit verhindern sie, dass spätere natürlich entstehende Brände unkontrolliert viel Schaden anrichten.

Wir beobachten während unserer Durchreise viele Brände, obwohl wir am Ende der Trockenzeit durch die Gegend fahren. Ob diese absichtlich gelegt wurden oder aus Unachtsamkeit entstanden sind, wissen wir nicht.

Einheimische Bäume und Pflanzen sind weitestgehend resistent gegen Feuer. Sie haben während der Evolution gelernt mit diesen Bränden umzugehen. Wir sehen viele schwarz verkohlte Bäume und Gebüsche, an denen grüne Blätter spriessen. Doch wie wir im Mornington Wilderness Park (AWC) erfahren, richten zu häufige und intensive Brände der Fauna und Flora grosse Schäden an.

Aus diesem Grund arbeiten AWC Mitarbeiter eng zusammen mit Aboriginal Gemeinden und mit diversen Rinderfarmen um die Region zu schützen. Sie kontrollieren die Gegend aus der Luft, führen ein Feuer Management Projekt über 5 Millionen Hektar Land im Norden und im zentralen Teil des Kimberleys. Sie beobachten insbesondere eine Baumsorte, damit sie feststellen können, wie schnell sich die Vegetation regeneriert und ob neue Brände notwendig sind oder nicht.

Die Ursache für den Rückgang vieler kleiner Säugetiere führt AWC auf die unkontrollierten Brände zurück sowie auf die grosse Zahl an Wildkatzen und nicht zuletzt am verminderten Lebensraum durch die Viehzucht. Allein im Norden Australiens sind die Wildkatzen täglich für den Tod von mindestens 2 Millionen einheimische Tiere verantwortlich. Man muss sich das vorstellen! Diese Wildkatzen sind ausgewilderte Hauskatzen!

Die Population an einheimischen Säugetieren geht beispielsweise im angrenzenden Kakadu Nationalpark dramatisch zurück. Wie Studien belegen ist dort die Population in den letzten fünfzehn Jahren um 75% zurückgegangen. Eine traurige Bilanz, die AWC deutlich macht, dass es nicht alleine an den vorhandenen finanziellen Mitteln liegt, ob ein National Park seine Schutzfunktion erfüllt sondern am richtigen Management.

Das Department of Enviroment and Conservation (DEC) wendet andere Richtlinien an was die Kontrolle, Überwachung und Regulierung angeht. Beispielsweise werden von DEC die kontrollierten Brände zum Teil während der Trockenzeit angelegt.

Bei uns entstehen gemischte Gefühle, wenn wir die Brände oder die ausgebrannten Feldern beobachten und der Geruch nach verbrannter Erde in die Nase steigt. Sind diese durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen oder durch nicht ordnungsgemäss gelöschte Lagerfeuer entstanden? Haben sie der Vegetation bzw. Flora und Fauna geholfen oder doch eher geschadet? Wir wissen es nicht. Bleiben doch noch einige Fragen offen.

Wir schauen weiterhin mit gemischten Gefühlen den aufsteigenden Rauchsäulen am Horizont nach und hoffen das Beste.

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