Viva la Revolucion

30 Apr

Vorwort
Eine kleine Revolution ist schon alleine dass nicht Ana Maria sondern ich diesen Artikel schreibe. Alle Fans von Ana Maria mögen mir doch vergeben, aber ich muss einspringen, da sie nach so vielen Artikeln und unzähligen Stunden eine Schreibblockade hat. 20 bis 30 Stunden werden pro Artikel von ihr dafür aufgewendet bis er veröffentlicht und mit Bildern versehen ins Netz kommt. Viele werden wissen, dass ich mich nicht um diesen Job reisse und ich weiß auch nicht ob Ana Maria nach der Fehlerkorrektur mich nochmal bittet einen Artikel zu übernehmen. Aber diesmal schreibe ich ihn und das ist nicht die einzige Revolution, aber lest selbst.

Unser nächstes Ziel ist Navarro ca. 120 km südwestlich von der Hauptstadt. Dort möchten wir GAIA besichtigen, die Lehrstätte für Permakultur in Argentinien wo die kleine Revolution ihren Anfang hat. Zumindest in Argentinien.
Doch auf dem Weg dahin halten wir ein letztes Mal in Buenos Aires an und besuchen Facu und Mariana, die sich unser „Studiomobil“ ansehen möchten. Die Vorführung lassen sich auch ihre Nachbarn nicht entgehen. Vor dem Casa Saraza, ihrer Wohngemeinschaft, trinken wir mit ihnen ein paar Mates und tauschen wertvolle Informationen aus. Alle sind hell auf begeistert von Dingidi und ein Nachbar schwärmt von der Langlebigkeit und Qualität unserer, wie er sagt, LKW Reifen. Nicht ohne zu erwähnen wie verdammt teuer diese aber doch sind und kaum zu bekommen. Wem sagt er das. Hatten wir doch extra 6 neue Reifen vor der Verschiffung gekauft um das Problem mit der Verfügbarkeit zu umgehen. Nach dem Verabschieden der Nachbarn besichtigen wir die WG. Diese dient einmal im Monat als Event – Party Zone, wobei Eintritt kassiert wird und somit die Miete für das Haus zusammen kommt. Die Casa Saraza besitzt einen riesigen Saal, der als Discothek wunderbar genutzt werden kann. Am hinteren Ende des Saals befinden sich auch heute noch, die alten Öfen der Bäckerei, die Facu uns zeigt und somit das Rätsel des riesigen Saals auflöst. Kurz darauf stehen wir auf dem Dach der alten Bäckerei und bewundern ihre Permakultur Anfänge. Hier haben sie Ihren Kompost und erste Pflanzen angelegt. Als nächstes Projekt wollen sie das Regenwasser sammeln und so wieder ein Stück mehr unabhängig werden. Wir sind beeindruckt, haben aber leider nicht mehr so viel Zeit um weiter Fachzusimpeln.  Wir dürfen noch kurz Ihren PC nutzen um den, vom Nachbarn empfohlenen Campingplatz herauszusuchen und machen uns auch schon wieder auf dem Weg zu unserem nächsten Termin. Ja – Termine !!! Ihr habt richtig gelesen.

Denn am heutigen Nachmittag treffen wir uns mit Agustina in einem Park, in dem heute ein Kurs über Naturbau stattfindet. Wie könnten wir die Stadt verlassen ohne uns von ihr persönlich zu verabschieden? Gar nicht !!! – richtig, aber bis jetzt hatte sich die Gelegenheit nicht ergeben. Auch möchten wir ihr unser Dingidi vorstellen, „der Grund“ warum wir solange ihre Wohnung in Anspruch nahmen. Hier im Kurs treffen wir auch wieder alte Bekannte, die wir nach kurzer Begrüssung aber auch schon wieder verabschieden. Ursprünglich wollten wir diesen Kurs selbst belegen, aber aus Platzmangel konnten wir nicht. Irgendwie bin ich bei diesem kalten Niesel Wetter auch gar nicht mehr böse darum, nicht mit meinen Händen im kalten nassen Lehm  zu werkeln. Obwohl die Kurszeit noch nicht zu Ende ist und alle mit Elan arbeiten ist Agustina froh uns zu sehen. Dadurch kann sie mit gutem Gewissen Feierabend machen. Schließlich müssen die ausländischen Gäste ja betreut werden. ;-) Sie begleitet uns quer durch die Stadt auf der Suche nach Spiritus für unseren Kocher sowie in den Supermarkt um einige Lebensmittel einzukaufen. Spiritus finden wir keinen, aber der Einkauf ist erledigt. Anschließend wird im Stadtteil Palermo bei „Lo de Carlitos“ lecker gegessen und Abschied genommen. Wir bedanken uns ein letztes Mal bei ihr und stellen erfreut fest, dass sie unser erstes und letztes bekannte Gesicht in Buenos Aires ist – der Kreis schließt sich. Wir fahren Agustina selbstverständlich noch nach Hause und machen uns nach 101 Tagen endlich wieder rollend auf den Weg.

Für unsere Verhältnisse spät, sehr spät. Es ist dunkel und es regnet. Nicht wirklich ideale Vorausseztungen für eine Fahrt durch und aus Buenos Aires. Aber alles geht gut und wir kommen trotz Orientierungslosigkeit wo genau der Campingplatz ist, im Campingplatz von Navarro nach Mitternacht an. Wo wir uns für ca. umgerechnet 5 EUR einen Stellplatz aussuchen dürfen. Der Eintrittspreis gilt, wegen der späten Stunde, für die nächsten zwei Tage!

Wie schön die Umgebung ist, sehen wir am Morgen danach als wir neben einem idyllischen See aufwachen. Nur die Temperatur von 5 Grad ist sehr gewöhnungsbedürftig, doch das hindert die Argentinier nicht daran mit ihrer Angelrute am Seeufer zu stehen. Ich würde bei der Temperatur nicht freiwillig aus dem Schlafsack steigen, geschweige am Seeufer angeln. Aber jedem das seine, wir aber sind froh, dass wir im geheizten Studio frühstücken können und genießen diesen neuen Luxus sehr.

Heute, Sonntag ist Besuchstag bei GAIA. Schon sehr lange freuen wir uns auf diesen Tag und sind  gespannt, was Gustavo mit seinen Lehrlingen seit den 90er Jahren hier kreiert hat. Hier finden stets Eco Kurse statt, wie z.B. in der letzten Woche über die Erstellung von einer Windenergie-Anlage. Die geführte Tour fängt erst um 15 Uhr an. Wir sind früher dran und dürfen uns die Gegend etwas auf eigene Faust anschauen nachdem wir 10 Pesos (2 EUR) Eintritt bezahlt haben. Also humpele ich langsam mit Ana Maria um die umstehenden Gebäude und sind durchaus von den Häusern begeistert und gespannt was wir alles bei der Führung erfahren werden.

Pünktlich um 15 Uhr bekommen die Besucher zum Einstieg ein Video gezeigt über den wirtschaftlichen Ablauf, sprich die Evolution der Wirtschaft, unser Kaufverhalten und die Folgen für die Umwelt. Ein sehr eindrücklicher und empfehlenswerter Film, aber es wird kein Wort über die Permakultur verloren. Nach dieser kurzen Einführung in die traurige Realität, von der wir Teil sind und die wir stets nähren, werden wir – eine Gruppe von über 30 Menschen aller Altersgruppen und unterschiedlicher sozialer Herkunft – von Gustavo durch das grosse Areal herumgeführt. Hier sollen einem Alternativen zu einem Leben im Einklang mit der Natur gezeigt werden und wir sind sehr gespannt.

Auf diesem Areal befand sich vor langer Zeit eine Fabrik zur Herstellung von Milchpulver, wie wir erfahren. Wir laufen alle zum Ausgangspunkt der Führung und sehen auf dem Weg dorthin eine heruntergekommene Mauer und ein grosses Gebäude, das als Werkstatt genutzt wird, welches wir aber nicht besichtigen und bleiben vor einem „Duschhaus“ im Grünen stehen. Als erstes wird uns die biologische Behandlung von Grauwasser erklärt. Das Duschwasser wird durch verschiedene Sedimente gefiltert, während Wasserpflanzen Sauerstoff hinzufügen und somit den Abbau der Chemikalien  beschleunigen. Er zeigt auf ein paar Pflanzen, die einige Chemikalien aufnehmen sollen und ist auch schon mit seinem Vortrag fertig. Soweit wir erkennen können, werden die Duschen nur per Solarenergie geheizt. Dafür wurde eine gekaufte Solarwasser-Aufbereitung sowie ein Nachbau installiert. Die Duschen besichtigen wir nicht. Erklärungen zur Warmwasser-Aufbereitung – Fehlanzeige, da Gustavo schon zum nächsten Gebäude eilt. Dort bekommen wir den Nutzen von Komposttoiletten erklärt von denen wir natürlich schon längst überzeugt sind, denn in unserem Haus wird nichts anderes installiert werden. Soweit wir seinen Ausführungen folgen können, ist die Toilette relativ keim- und bakterienfrei, was für uns neu ist. Der Grund dafür, dass man seine Zahnbürste bedenkenlos offen im Raum liegen lassen kann, liegt an der fehlenden Wasserspülung. Da diese bei Betätigung den Raum kontaminiert. Ich frage mich, ob sie nicht gelernt haben, den Deckel der Toilette zu schließen vor dem Spülen. Behalte aber die Bemerkung für mich und folge meinem Dolmetscher, da es schon wieder weiter geht.

Wir laufen durch den Wald und bekommen erklärt, dass sie hier wieder heimische Bäume integriert haben. Der Wald sei besonders wichtig für die Flora und Fauna, da er diverse Tiere anzieht. Als eigenen Nutzen setzen sie hier Kiwis, die in Symbiose mit einem anderen Baum sehr ertragreich sind. Als wir den Wald verlassen, stossen wir auf die neuen Lehmhäuser. Diese sehen in der Tat sehr schön aus und sind professionell gebaut. Die meisten Häuser haben Schilfdächer, die das Raumklima der Häuser, ebenso wie der Lehmbau, positiv beeinflussen. Das erste Haus, erklärt uns Gustavo, sei die Samenbank. Dieses Haus wurde klimatisch so konstruiert, dass keine hohen Temperaturschwankungen im Innern stattfinden. So wird etwa durch einen tiefen Schacht im Boden, der Aussen wieder an die Oberfläche führt, die Erdtherme genutzt, um das Haus auf relativ stabile 20 Grad celcius zu halten. Somit wird durch das Klima eine lange Haltbarkeit der Samen gewährleistet. Die Samenbank wird auch als Büro genutzt, doch darauf geht Fidel Castro ähhh Gustavo nicht näher ein. Nicht nur mir kommt Gustavo etwas arrogant und distanziert vor, auch Ana Maria bestätigt mein Gefühl. Dass er dabei wie Fidel Castro aussieht, belustigt die Sache dann aber doch und macht die kühle Präsentation erträglich. Diese ruckzuck Abfertigung hatten wir nicht erwartet.

Schnellen Schrittes gehen wir zum nächsten Gebäude in welchem wir eingangs das Einführungsvideo gesehen hatten. Dabei passieren wir einen kleinen Permakulturgarten, der direkt vor der Samenbank liegt. Doch auf diesen geht unser „Führer“ sprich Gustavo wieder nicht ein. Im Gebäude erläutert Gustavo die Vorzüge des sparsamen Lehmofens, welcher diesen riesigen Raum mit wenig Holz beheizt. Hier werden die theoretischen Kurse abgehalten sowie auch grosse Gruppentreffen. Der Boden sieht professionell betonniert und lassiert aus. Doch ist auch dieser ökologisch erstellt worden und wir staunen nicht schlecht, was alles machbar ist. Beim Verlassen des Gruppenhauses, passieren wir das Stromhäuschen, welches durch die Windanlage und die Solarpanel gespeist wird. Ich interessiere mich natürlich sehr für die Installation und den Aufbau, doch Gustavo würdigt diesen Bereich mit keinem Wort. Als wir im Vorfeld hier herum liefen hatte ich schon einen Blick hinein geworfen und war von der Professionalität positiv überrascht. Aber dieses kleine Juwel der Energie-Technik passt wohl mit seiner riesigen Batteriebank nicht ganz ins Öko Konzept der Permakultur.

Als nächstes stehen wir vor der Waschküche. Hier sind die Waschmaschinen und weitere Duschen untergebracht. Als Besonderheit hat dieses Gebäude ein lebendes Dach. D.h. hier wachsen Gräser und Blumen, nicht wie bei Pablo (Ihr erinnert Euch bestimmt), wo ein Teil des Gemüses darauf wächst. Aber im Gegensatz zu Pablo haben sie es nicht nötig, denn sie haben genügend Platz. Leider dürfen wir auch hier keinen Blick hinein werfen.

Sondern wir gehen wieder schnellen Schrittes… humpel humpel… an diverse Häuser vorbei.

Keine Erklärung – Nix. Bevor wir an die Lehmbaustelle gelangen, treffen wir auf eine kleine Schienenstrecke, die aber auch nicht weiter kommentiert wird. Nutzen oder Sinn bleibt somit auch hier uns verschlossen. Für mich sieht es wie eine überdimmensionale Märklin Bahn aus. Wer hier wohl spielt ? Mann ist das ein großes Gelände.Humpel Humpel …

Auf der Baustelle werden kurz verschiedene Baustile erläutert und uns erklärt, dass dieses Haus bei dem letzten Kurs angefangen wurde. Viel mehr Informationen erhalten wir auch hier nicht, alles sehr oberflächlich und sind auch schon wieder auf den Weg zum Solarkocher, welcher sich vor dem Haupthaus befindet. Ich schiesse diesmal einpaar Fotos mehr, bin Gedanken versunken in der Konstruktion und muss erschreckt feststellen, dass ich zusammen mit einer anderen Fotoschiesswütigen Argentinierin, alleine auf der Baustelle stehe.

Humpelnd und immer langsammer bewege ich mich durch das unebene Gelände und erreiche wieder die Gruppe. Gustavo beginnt seine Ausführungen über den Solarkocher, wie immer erst dann wenn alle wieder beisammen sind und Ruhe einkehrt. Leider sind auch diesmal die Informationen über den Solarkocher nur sehr spärlich und nur gering gehaltvoller beim Solarbackofen wobei er da doch etwas mehr Aktivität zeigt und diesen kurz öffnet. Schade eigentlich. Aber das scheinen wohl nicht seine eigenen Projekte zu sein und somit hat mein privater Dolmetscher nicht allzuviel zu tun.

Tja, für Ana Maria ist es oft sehr schwierig simultan zu übersetzen da ihr oft die deutschen Wörter fehlen oder technischen Ausdrücke im Spanischen nicht geläufig sind. Sie macht ihre Sache aber sehr gut und ich bin froh, dass ich somit den Vorträgen folgen kann. Aber heute hat sie nicht viel zu tun, leider.

Anstatt noch etwas über die Aussenküche oder seinem Elektro-„Golfwagen“ der nun vor dem Haupthaus parkt zu erläutern, beendet er den Rundgang und lädt alle zu einem Tee bzw. Mate und einer Gesprächsrunde ins Haupthaus ein.

Einige der Besucher haben Facturas mitgebracht (kleine Kaffeestückchen), welche nun gedrittelt  werden, damit sie für alle Anwesenden reichen. Man teilt eben, was man hat. Der warme Tee tut uns allen gut, da die Aussentemperatur doch etwas kühl ist und wir durchgefroren sind. Ich bewundere den Lehmofen im Wohnbereich, welcher aber im Empfangsbereich beheizt wird. Sehr clever wie ich finde. Somit bleibt Staub und Asche dem Wohnbereich fern.

Wir sitzen nun alle im Kreis  und ich erhole mich bzw. mein Fuss, von dem Rundgang. Frühere Zerrungen, Sprungkapsel Unfälle oder Bänderrisse hatte ich irgendwie mit einer schnelleren Heilung in Erinnerung. Man wird halt älter und die Heilkraft  des Körpers lässt mit der Zeit nach. Während ich also über alte Verletzungen seniere und mich frage, ob ich nicht vielleicht doch mal bei einem Arzt in BA hätte vorbeischauen sollen, wird hier die Fragerunde eröffnet. Es werden aber nicht meine körperlichen Beeinträchtigung besprochen sondern es werden Fragen gestellt wie „wie fange ich solch ein Projekt an“, den Umgang mit „Ungeziffer“ und ob ihre Kinder in dem Walddorfschulsystem unterrichtet werden. Die Frage, ob das alles sei auf seinem Hof, was er in den letzten 30 Jahren erreicht hätte, finde ich den Hammer. Im ersten Moment denke ich „ganz schön frech“, im zweiten „aber recht hat er, ist wirklich nicht soviel zu sehen für 30 Jahre Aufbauarbeit“ und als ich so meinen Gedanken verfolge, komme ich zur Einsicht, dass mir so eine Beurteilung nicht zusteht. Was weiß ich schon was in den letzten 30 Jahren alles passiert ist. Nichts – also lieber Mike Klappe halten und aufhören alles in Schubladen stecken zu wollen. Ana Maria findet diese Fragerunde sehr interessant, während ich die immer philosophisch abweichenden Antworten von Fidel Castro eher nervend und deplatziert finde. Nach 40 Minuten verlassen auch wir den Rest der Gruppe. Der andere Teil hatte sich in den letzten 5 Minuten schon Stück für Stück verabschiedet.

Denn wir wollen noch bei Tageslicht auf unseren Schlafplatz ankommen und im Dorf Navarro einkaufen. In diesem kleinen Dorf bekommen wir tatsächlich unseren Spiritus im Regal neben den anderen Spirituosen und Weinen, nur das Gemüse ist hier nicht wirklich ein Highlight. Natürlich diskutieren wir die ganze Fahrt lang über den Besuch bei GAIA und haben gemischte Gefühle.

Erstes Fazit:
Das Permakulturzentrum von Argentinien repräsentiert unseres Erachtens nicht gut die Permakultur, denn irgendwie schliesst sich der Kreis hier nicht, d.h. es sind keine geschlossene Systeme erkennbar. So werden Wasserpumpen nur mit Elektromotoren betrieben statt mit Windradpumpen oder per Hand, Abwasser wird in Kanister gesammelt und mühevoll per Hand transportiert. Regenwasser wird nicht gesammelt und der Gartenbau wird unseres Erachtens vernachlässigt. Tierhaltung ist nicht vorhanden, da Fidel Vegetarismus verordnet und streng durchsetzt. Und so weiter und sofort. Der Fokus liegt bei GAIA wohl eher im Hausbau. Der ganze Rundgang, sprich die Besichtigungstour scheint uns eher eine Werbetour zu sein für ihre hochpreisigen Kurse und da liegt das eigentliche Problem unserer Meinung nach. Sie haben wohl zu viel Geld zur Verfügung, aber vielleicht irren wir uns  auch, denn nach drei Stunden und doch teilweise dürftigen Informationen, weiss man halt nicht alles. Leider!

Zweites Fazit:
Trotz allem hat sich für uns der Besuch gelohnt. Wir wären gerne eins oder zwei Tage geblieben, doch 100 ARS pro Tag pro Person ist uns zu teuer, besonders da wir Gustavo à la Fidel Castro nicht sehr in unser Herz schließen können. Er strahlt auch nicht wirklich eine willkommene Herzlichkeit aus – Fidel eben.

So fahren wir zurück auf unseren Campingplatz und beratschlagen bei einem leckeren Essen und einem Glas argentinischen Rotwein welches unser nächstes Ziel sein soll. Während des Essens taucht der Wachmann vom Eingang auf, um die Gebühr für unser Rollendes Haus zu kassieren. Also hatten wir gestern Nacht es doch richtig verstanden das die 30 ARS nur für den Eintritt waren und noch zusätzliche Gebühren fürs Zelten oder Campieren im Wohnwagen dazu kommen. Warum die nicht gleich eingezogen werden, bleibt mal wieder ein Geheimnis. Ana Maria stellt sich aber dumm und hat tatsächlich Erfolg damit. Der Wachmann, der unser doch sehr beschränkten Lebensraum bedauert, erlässt uns die Gebühr mit den Worten, dann hole er sich das Geld bei den Nachbarn. Na das nenne ich mal eine Revolution, die mir gefällt.

Nachwort

Wie den fleißigen Lesern unter Euch – also allen oder ??? – aufgefallen sein mag, handelt dieser Artikel nur von 2 Tagen unserer Reise und nicht wie bei Ana Maria von 1-2 Wochen. Jetzt stell Euch vor, was Ihr alles zu lesen bekommen würdet, wenn Ihr in euren Kommentaren zu positiv und lobend  meinen Artikel erwähnt. Seiten über Seiten müsstet ihr lesen und ich könnte meine Lebensreise vor lauter Schreiben gar nicht mehr genießen. Das will doch keiner oder ??? Nichts desto Trotz freue ich mich über Kommentare, auch wenn Ihr bei den Themen Permakultur auffällig zurückhaltend seid. Nicht dass uns das aufgefallen wäre ! Nöööö :-) Natürlich freut sich auch Ana Maria über jeden Kommentar, die sind nämlich ein großer Ansporn fürs Schreiben, da man so weiss, dass es da tatsächlich jemanden gibt den es interessiert, was man da schreibt. Auch ganz kurze Kommentare oder Kritik ist herzlich willkommen. Und wenn jemand nicht weiss, wie das geht und Unterstützung dabei braucht, melde dich bei uns. Wir bekommen das schon zusammen hin. So, jetzt hör ich aber auf, sonst wird Ana Maria nie fertig mit dem Korrektur lesen. Ach ja, Ana Maria sitzt schon wieder an dem neuen Artikel und schreibt fleißig, somit können alle wieder aufatmen und Ana Marias Fans sich freuen  ;-)

Bis Bald euer Mike

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7 Antworten to “Viva la Revolucion”

  1. Gerd Schulz 13/06/2012 um 8:46 am #

    Hallo ihr beiden, VIVA LA REVOLUCION
    das trifft es wirklich ganz gut und Mike im gegensatz zu deinen früheren ergüssen beim Packeiser liest sich dieser Aufsatz richtig gut.
    Womit bewiesen wäre auch wir Legasteniker sind zu was nützte ;o)
    Ansonsten zum Thema Permakultur kann ich nur sagen das ich die Ideen richtig gur finde aber leider mal wieder viel zu faul bin mich näher damit zu beschäftigen.
    Nichts desto trotz lerne ich viel in eurem Blog über dieses Thema von daher kann ich wieder nur sagen „Weiter so“.
    Sonst bleibt mir nur zu sagen, ich freue mich auf neue Berichte von euch und bin schon immer ganz ungeduldig wann neue news aus dcer Welt kommen.
    Und zum Abschluss noch gute Besserung für den alten Mann und
    VIELE LIEBE GRÜßE aus dem kalten und nassen Deutschland
    Gerd

    • mdvmoon 14/09/2012 um 12:05 pm #

      Hi Schulzi

      Danke für die Blumen. Im Übrigen schreibt man Legasteniker mit h ;-)))

      Wir Legastheniker sind definitiv für vieles zu gebrauchen, auch wenn uns das korrekte schreiben nicht immer gelingt. Aber dafür haben wir ja die Rechtschreibprüfung erfunden!!!
      Schade das dich die Faulheit übermannt bei dem Thema Permakultur. Du wärst mit deinen kreativen Ideen bestimmt ein Gewinn für diese Bewegung. Freu dich mal, ich werde des Öfteren ein paar Ergüsse von mir geben.

      Dann mal Tschüss vom alten Mann dem es schon wieder besser geht.

  2. Sandra 13/06/2012 um 5:44 am #

    Also, ich lese mit Spannung mit und freue mich immer wieder über neue Berichte Eurer Lebensreise….ich hätte viele Fragen zur Permakultur, da ich es auf der einen Seite sehr interessant finde, auf der anderen, könnte ich es mir nicht wirklich vorstellen….vielleicht fehlt dazu auch das sehen, wie das ganze in Alltag funktioniert…vor allem mit zwei Kinder die nicht gewillt wären, vergetarisch zu essen ;)….

    Liebe Grüße aus dem fernen Deutschland an Euch beide
    Sandra, Thomas, Lucas und Paul

    • mdvmoon 13/09/2012 um 11:11 pm #

      Hi Sandra,

      tue dir keinen Zwang an und stell deine Fragen. Es freud uns dir deine Fragen zu beantworten.
      Bezüglich „vergetarisch“ – Permakultur heist nicht das man Vegetarier wird. Nur unser Fiedel im Bericht ist wohl der Meinung, das Permakultur = vergetarisch ist.

      Liebe Grüsse an alle
      Mike

  3. Beat Baumann 13/06/2012 um 1:32 am #

    Hallo Mike und Ana ,hoffe euch gehts gut .Super eure Bericht immer sehr interessant und lustig . Hebet sorg ,liebe Grüsse Beat ,Cherry y familia

    • mdvmoon 13/09/2012 um 11:03 pm #

      Danke Beat

      Freud mich das du unsere Berichte verfolgst und deinen Spass hast.

      Liebe Grüsse an alle, auch von mir

  4. Patric 12/06/2012 um 6:08 pm #

    hola amigos – ist bereits mein dritter oder vierte Kommentar und ich weiss wirklich nicht, ob diese ankommen oder angekommen sind. Ich habe sie auf jeden Fall nicht wieder gefunden auf eurer Seite. Super Bericht, Mike, Gratuliere! Könnt euch doch die Tage des Berichteschreibens teilen, oder?? Also ich schreibe nichts über Permakultur obwohl ihr mir das sehr gut erklärt habt und ich endlich einmal Etwas darüber weiss. Ich umarme euch einfach und gebe ein Küsschen.
    Ich grüsse aus Lima wo ich auch bis Ende Juni bleiben werde.
    Machets guet und gniesset’s. vielleicht und hoffentlich kreuzen sich unsere Wege. In dem Sinne:
    Hasta luego guapos y saludos
    Pato

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