Dschungelweisheit

30 Aug

Vorwort

Die Fotos, welche diesen Bericht schmücken, wurden mir von Madidi Travel zur Verfügung gestellt, da ich meinen Fotoapparat in Coroico vergessen hatte. So habe ich mir bei Ankunft in „Rurre“ eine analoge Kamera mit Film besorgt, so eine, wie man sie vor 20 Jahren benutzt hat. Damit halte ich meine Eindrücke fest, vorallem dokumentiere ich die Heilpflanzen, die mir hier vorgestellt werden. Falls meine Fotos „gut“ werden, will ich sie digitalisieren und nachträglich hier zeigen. Ich danke den verschiedenen Gäste, die vor mir in Serere waren und die Fotos hier gemacht haben. Somit kann ich Euch einen kleinen Eindruck weitergeben, von meinen Erlebnissen.

Nach Ankunft in Rurrenabaque um 08.00 Uhr

Nicht genug von der langen Fahrt, sitze ich zwei Stunden nach Ankunft in „Rurre“ in einem „Longtail-Boot“, das mich zur Naturreserve von Serere im Nationalpark Madidi bringt. Es begleiten mich ein Bootsmann und Ruben, mein Dschungelführer und Aufpasser. Ruben ist ein ca. 47 Jahre junger, sympathischer Bolivianer, der in dieser Gegend aufgewachsen ist und voller Energie steckt.

LongTail Boot auf dem Fluss Beni

Gemäss meinen Recherchen wird in Serere echter Naturschutz betrieben. Die Gewinne der Stiftung werden zu 100% in den Erhalt des Regenwaldes investiert und die Ureinwohner werden in die Projekte miteinbezogen. Das ist der Grund, warum ich mich entscheide, diesen Anbieter zu wählen und nicht einen der vielen anderen.

Ich lese bei Madidi Travel einen Bericht der National Geographic über die bolivianische Naturschutz-Aktivistin Rosa Maria Ruiz, die sich seit den 80-er Jahren für den Schutz des Regenwaldes einsetzt und die Hauptrolle besetzt bei der Entstehung vom Madidi Nationalpark. Viele Jahre später kreiert sie die Reserve Serere am Rande des Nationalparks. Warum muss man innerhalb eines Nationalparks eine 4‘000 km2 grosse Naturreserve errichten? Weil den Schutz des Nationalparks die jeweilige Regierung Boliviens beliebig aufheben könne, so die unglaubliche Antwort des Volontärs, der mich bei Madidi Travel empfängt und aufklärt. Trotz Nationalparkstatus wird hier illegal abgeholzt und wilde Jagd betrieben. Rosa Marias Kampf, den Regenwald zu erhalten, hat sie mehrmals ihr Besitztum gekostet und auch beinah ihr Leben (siehe diesen Beitrag zur Gründung des Nationalparks).

Die Fahrt auf dem Fluss Beni dauert knapp drei Stunden. Ruben deutet während der Fahrt auf kleinere Krokodile, besser gesagt, Kaimane, die sich am Ufer sonnen. Der Fluss ist sehr trüb. Während der Regenzeit verändert sich das Landschaftsbild komplett. Unmengen an Wasser fliessen dann Richtung Amazonas. Ruben zeigt mir bis wohin das Wasser im Januar dieses Jahres gestiegen war. so konnte Man mit dem Boot weitere 500 Meter in die Reserve reinfahren. Unglaublich!

Als wir am Ufer anlegen und die Reserve betreten, begrüssen uns so viele verschiedene Tiergeräusche, die ich gar nicht definieren kann. Ich bin überwältigt von dieser Vielfalt. 30 Minuten gehen wir durch den Urwald, bis zu meinem Bungalow. Ich trage neben meinem kleinen Rucksack, eine mit meinem Namen beschriftete 2L Wasserflasche und Gummistiefel. Die Gummistiefel, die mir während meines Besuchs zur Verfügung stehen, sind für den Fall, dass es regnet, denn der Boden hier wird schnell weich und matschig.

Die Temperatur ist um einiges kühler als in „Rurre“ und die Moskitos sind sehr aktiv. Sie riechen Frischfleisch. Ich werde sogar durch den Pullover gestochen, da nützt auch Antibrumm nichts.

Das Camp besteht aus einem Hauptgebäude sowie aus mehreren allein stehenden Bungalows, die verstreut im Wald liegen. Obwohl ich für ein Mehrbettzimmer bezahle, darf ich in einem dieser Bungalows alleine logieren, denn es hat momentan wenig Gäste. Die Bungalows sind wie das Haupthaus aus Holz, stehen auf Stelzen, und haben nur Wände aus Moskitonetz. Es gibt also keine Wände, die mich von der Natur „draussen“ trennen, ein unbeschreibliches Gefühl. Ich freue mich wie ein kleines Kind auf die erste Nacht im „winddurchlässigen“ Haus. Aber es ist noch lange nicht soweit.

so sehen die Bungalows aus

Ich treffe mich erstmal mit Ruben im Hauptgebäude, in einem mehrstöckigen Pyramidenförmigen Haus, in dem sich unten die Küche und der Essraum befinden. Im oberen Stock kann man die Idylle des Urwaldes aus der Hängematte geniessen oder in den vielen herumliegenden Bücher über die Flora und Fauna des Amazonas schmökern. Vor der Küche treffe ich ausser den anderen „Crew-Mitglieder“ auch ein Affenbaby an, das sich gleich bei mir einhängt und auf mir herumturnt.

das zweite Stock im Hauptgebäude

Das herzige mono araña (Spinnenäffchen), ist erst ein paar Monate alt und leider schon ein Waisenkind. Seine Mutter wurde angeblich von einem Indio getötet. Warum, wird mir nicht erklärt. Ich habe gehört, dass mit Tierhandel Geld gemacht wird. Das Affenbaby wird hier aufgepäppelt bis es alt genug ist für den Integrationsversuch bei einer anderen Familie der Spinnenaffen, was vermutlich im nächsten Monat soweit ist.

Mono Araña

Bevor wir zu unserem Marsch aufbrechen, nähern sich Kapuzineraffen, die einen Höhlenlärm mit ihrem Geschrei veranstalten.

Kapuzineraffe

Wir marschieren Richtung Gringo See. Auf dem Weg dahin zeigt mir Ruben einige Bäume und Pflanzen mit heilenden Eigenschaften: Die Blätter von einem Strauch riechen stark nach Knoblauch und sollen als Moskitoschutz wirken. Ich reibe mich damit ein, in der Hoffnung, den Schutz des Antibrumms dadurch zu erhöhen. Wenn nicht von aussen, dann von innen: ein Stück Baumrinde von einem anderen Baum schmeckt ebenfalls nach Knoblauch und soll auch die Moskitos verjagen.

Krallenbaum

Aus einem frisch geschnittenen Ast vom sogenannten Uña de Gato (Katzenkralle) fliesst Wasser, welches man bei Nierenschmerzen trinken soll. Eine andere Wurzel, Caperi genannt, ist gut gegen Kopfschmerzen und hilft bei Erkältung, die Nase frei zu bekommen. Sie hat einen sehr intensiven Duft, den ich sehr mag. Sie riecht ähnlich wie Meerrettich bzw. Wasabi. Schade, ist Mike nicht hier, würde ihm bestimmt gut tun. Gegen Bauchschmerzen und Parasiten im Magen hilft Quinina, ein bitteres Pulver, welches aus der Innenhaut einer Baumrinde gewonnen wird.

Ich fühle mich wie in einem Märchen zwischen uralten riesigen Bäumen, von denen jeder eine eigene Geschichte zu erzählen weiss.

uralte Bäume

Das Wissen über den Urwald hat Ruben von seinem Vater. Es wird von Generation zu Generation übermittelt, aber verliert leider für die neue Generation an Bedeutung. So ist auch hier Internet, Handy, Ipod und Co. für die jungen Leute wichtiger als dieses Urwissen. Und es ist bequemer in die Apotheke zu gehen, als im Urwald seine Medikamente zu pflücken. Es ist nicht nur schade sondern traurig, welch ein Schatz dadurch verloren geht. Ruben ist selbst Vater von zwei Kindern, lebt aber nicht mehr in der comunidad, in der er aufgewachsen ist, sondern in „Rurre“, wo seine Kinder auch zur Schule gehen. Auch er wird wohl nicht all sein Wissen seinen Kindern vermitteln können.

Er erzählt mir, dass er seit vielen Jahren als Dschungelführer tätig sei. Bevor er hier zu Serere kam, war er an anderen Orten im Madidi Nationalpark tätig. Er sagt, einige der Bäume, die es hier in Serere noch gibt, hätte er nirgendwo mehr im Park gesehen. Man bemüht sich hier diese rare Spezien zu vermehren, damit sie nicht aussterben. Aber ich habe den Eindruck, dass dies nicht effizient genug und professionell verfolgt wird. In solche Projekte würde es sich meines Erachtens lohnen, unsere Spendengelder aus Europa auszugeben, um den Urwald zu erhalten.

Mitten im Urwald, hört man in der Ferne ein lautes Grollen, was sich wie mehrere arbeitende Bulldozer anhört. Ruben versichert mir, dass dieses Grollen nicht von schwerem Arbeitsgerät sondern von einer Affenart verursacht wird. Die Affengruppe sei aber viele Kilometer von uns entfernt. Darüber bin ich froh, denn sie hören sich alles andere als nett an.

Am Wasser angekommen, darf ich Platz nehmen in einer schmalen Holz-Schale.

lago gringo

Ruben steht und paddelt. Wir kommen nur schwer voran, denn die Zufahrt zur Laguna Gringo ist zugewuchert mit Wasserpflanzen. Gallaretas, schwarze Vögel mit roten Schnäbel finden darin ihre Nahrung. Die kleinen Fische, die aus dem Wasser springen seien Piranhas, erzählt er mir. So traue ich mich erstmal nicht meine Finger ins Wasser zu stecken. Sicher ist sicher. Piranhas seien die einzigen Fische, die man hier angeln dürfe.

sieht doch niedlich aus… die Piranha

Aber Angeln interessiert mich nicht. Ich schaue mir viel lieber die vielen verschiedenen Vogelarten an, die über unsere Köpfe fliegen. Besonders schön finde ich die bunten Papageien.

farbiger Papagai

Am linken Seeufer turnen in den hohen Bäumen, die Spinnenaffen in den Ästen. Hier ist der Ort, an dem das Affenbaby vom Haupthaus, in einigen Wochen ausgesetzt wird. Auf der anderen Seite sehen wir mono ardillas (Totenkopfaffe) sowie andere Kapuzineräffchen. Ich spähe durch meinen Feldstecher und versuche selbst etwas Besonderes zu entdecken, ohne Erfolg. Ruben deutet ins Wasser. Tatsächlich ist dort ein Krokodil, welches im Fluss badet. Ein Grund mehr, die Finger im Boot zu lassen. Es ist ein schönes grosses Exemplar, trotzdem hätte ich es ohne seine Hilfe wohl nicht gefunden.

Es ist ein wahres Paradies, der Regenwald. Ich darf mich glücklich schätzen, dies alles zu sehen und erklärt zu bekommen. Ich denke traurig darüber nach, wieviele Tiere täglich ihren Lebensraum verlieren, durch die Vernichtung der Wälder. Unfassbar der Gedanke, dass jeder Tag eine Fläche so gross wie diese Naturreserve im Amazonas gerodet wird.

Serere

In der Dämmerung laufen wir zurück zum Camp. Dort lerne ich zwei weitere Touristen kennen, die ihren letzten Tag hier verbringen, einen Amerikaner und eine Deutsche. Bei Kerzenschein wird uns das Nachtessen serviert. Als Vorspeise gibt es eine Gemüsebrühe, worüber ich sehr dankbar bin, denn die Temperatur ist alles andere als warm. Danach folgen leckere Spagetti an einer Gemüsesauce. Dazu teilen wir uns einen Krug Fruchtsaft. Ich höre gespannt den Geschichten zu, die die beiden hier erlebt haben.

Der Amerikaner war am ersten Abend in einem Bungalow untergebracht, in dem ein Loch im Dach ist. Mitten in der Nacht hat er Besuch bekommen von einem Affen. Nach mehrmaligem freundlichen Herausbegleitens des Eindringlings wird’s unserem Amerikaner um drei Uhr morgens zu bunt. Er schnappt sich den Affen, der partout den Bungalow nicht verlassen will und immer wieder zurückkommt, am Schwanz, und wirft ihn wie ein Hammelwerfer aus dem Haus. Danach hat er ein für alle Mal Ruhe, das hat dem Affen wohl nicht ganz gefallen.

„Ein Loch im Dach?“ spreche ich laut aus… Oh oh! Ich hoffe, dies ist bei mir nicht der Fall. Ich mache mir Gedanken um die Brote, die ich auf der Fahrt zur Reserve bekommen habe, und die jetzt in meinem Zimmer liegen… die locken bestimmt viele Tiere an.

Mit einer Taschenlampe bewappnet, gehe ich nach dem Essen in mein Schlafgemach und zünde mehrere Kerzen an, denn auch hier gibt es keinen Strom. Neugierig schaue ich mich um. Die Brote sind noch ganz. Es ist kein Affe zu sehen und es hat zum Glück soweit ich sehen kann, kein Loch im Dach. Ich hätte nicht gewusst, wie ich einen Affen aus meinem Zimmer rauswerfen soll und bin dankbar, um diese Erfahrung herum zu kommen.

winddurchlässiges Haus

Über meinem Bett wurde das Moskitonetz gespannt und unter die Matratze eingeklemmt, damit keine Tierchen den Weg ins Bett finden. Wie ich reinfinden soll, ist mir zwar auch ein Rätsel, aber mir wird schon was einfallen. Der frische Wind zieht stark durchs Zimmer. Ich bin sehr überrascht, dass es im Regenwald so kalt werden kann. Dafür bin ich leider nicht vorbereitet, denn mir wurde berichtet, dass es kürzlich tagsüber 40 Grad heiss war, dementsprechend habe ich nur einen leichten Pullover eingepackt. Mike würde sagen, die Temperatur liegt eher im Frostbereich. Frost ist es zwar nicht, aber kalt genug um den Überwurf des zweiten Bettes über meinem zu legen. Diesbezüglich bin ich froh, dass ich den Bungalow für mich alleine habe.

Auch wenn es ein mulmiges Gefühl ist, alleine hier zu sein, die vielen Geräusche und Schritte draussen zu hören, nicht wissend wem sie gehören, übermannt die Freude und Neugier. Ich bin glücklich und fühle mich so dankbar für diese Erfahrung. Was für ein Privileg, inmitten eines intakten Stücks Regenwald sein zu dürfen! Neugierig horche ich dem Leben um mich herum und lasse mich in den Schlaf einlullen.

Das Aufwachen mitten im Zoo ist genauso spannend wie die Yoga-Übungen mit Blick aufs dichte Grüne oder die kalte Dusche ohne feste Wände. Auf dem Weg zum Haupthaus sehe ich einen Tapir und während dem Frühstück entdecke ich vor dem Eingang ein Tier, das ähnlich wie ein Fuchs aussieht und Tayra oder Melero heisst. An diesem Morgen bin ich noch alleine mit meinem Dschungelführer unterwegs. Wir sehen eine Horde von Coatis. Alle Tiere sind sehr schüchtern und suchen sofort das Weite.

… ein Nasenbär?

Ruben schneidet ein Stück eines Strauches ab, den er Caña Agria nennt (Bitteres Rohr), und klopft mit einem anderen Stock darauf auf und ab, dann wringt er es aus. Der daraus gewonnene Saft sei gut gegen den Gift der Schlange Yoperojobobo, erklärt er mir. Da dem Strauch kein Beipackzettel beiliegt, weiss Ruben ganz genau, wie das, bei uns bestimmt Rezeptpflichtige Mittel, dosiert wird, wie oft und wieviel man von diesem Saft trinken sollte. Ich frage ihn, ob er sich sicher sei, dass der Saft gegen den Gift dieser Schlange wirke. Daraufhin erzählt er mir folgende Geschichte:

Mit einer Gruppe Israelis war er vor einigen Jahren auf eine zehntägige Wanderung in den Urwald aufgebrochen, als er am dritten Tag von der Yoperojobobo gebissen wurde. Sofort suchte er diesen Strauch und fand ihn glücklicherweise auch in der Nähe. Gemäss seiner Kenntnisse trank er den Saft die nächsten Tage. So musste die Gruppe ihre Zelte an diesem Platz aufstellen und drei Tage dort verweilen, weil Ruben zu schwach war um weiter zu gehen. Als er sich erholt hatte, liefen sie wieder zum Ausgangspunkt zurück, da ihnen die Entdeckungslust mittlerweile vergangen war. Dank dieser Pflanze und seinen Kenntnissen, hat Ruben sich selbst kurieren können.

Es seien ihm keine Fälle bekannt von Schlangen-Unfällen mit Touristen, erzählt er mir nach Nachfrage. Nur einmal wäre seiner Gruppe beinahe etwas passiert. Bei einer Tour begleitete er eine Frau und ihre zwei Kinder. Beim Durchstreifen des Urwalds entdeckte die Frau eine giftige Schlange auf einem Ast, den die anderen vor ihr bereits passiert hatten. Keiner von den anderen hatte das giftig grüne Tier bemerkt, das sich bereits zum Angriff aufgebäumt hatte. Ruben und die Kinder hatten grosses Glück nicht gebissen zu werden und die Frau konnte der giftigen Schlange durch ihre Aufmerksamkeit ausweichen.

„Habt Ihr hier in der Reserve Serum gegen Schlangenbisse?“, will ich wissen. „Nein, das ist nicht nötig. Alles Notwendige finden wir im Urwald“. Dann will ich mal hoffen, dass Ruben nichts passiert, während ich mit ihm unterwegs bin.

Ich bin sehr neugierig und stelle ihm weitere Fragen: „Wie ist es zum Unfall der Gründerin von Serere gekommen, die von einem Krokodil hier in der Reserve angegriffen wurde?“ „Dieser Unfall ist vor einigen Jahren passiert, da habe ich noch nicht hier gearbeitet“, antwortet er. Rosa Maria hat im San Fernando See gebadet, als sie am Oberschenkel gebissen wurde. Sie hatte grosses Glück, dass sie gehört wurde und dass ein Motorboot in der Reserve war, welches sie gleich nach „Rurre“ gefahren hat. Von dort aus wurde sie per Kleinflugzeug zu einem Spital nach La Paz geflogen, wo sie operiert wurde. Sie war drei Jahre im Spital. Heute hinkt sie beim Laufen. Ich frage, ob das Krokodil damals umgebracht wurde. „Nein, es lebt immer noch in der Laguna San Fernando“.

Laguna San Fernando

Ich bin froh, dass ich diese Geschichten nicht aus eigener Erfahrung erzählen muss. Die „gefährlichsten Expeditionen“, auf die ich mich hier bewusst begebe, ist die Verfolgung von Jaguar-Spuren, das Inspizieren eines Tarantel-Nestes oder die Verfolgung eines untergetauchten Krokodils während des Gleitens auf einer „Nuss-Schale“ auf der Laguna Gringo.

Weniger gefährlich, aber spannend finde ich die Degustation eines weissen Wurmes, genannt Motacú, welches sich in der Schale der Coco de Palmera befindet. Der Wurm ernährt sich von dieser kleinen Kokosnuss und schmeckt ganz lecker und intensiv nach Kokos. Ja, ich habe tatsächlich einen lebenden Wurm gegessen! war winzig klein aber doch lebend. Die Nuss bzw. insbesondere der Wurm hat auch eine heilende Eigenschaft und soll den Husten lindern.

Unvergesslich bleibt mir auch das Gleiten auf einem Verbindungsflüsschen zwischen dem Fernando und dem Gringo See, diesmal mit drei Gästen, die neu angekommen waren. Wir durften dabei verschiedene Vögel beobachten, die uns auf der See- und Flussfahrt begegneten: Pato Aguja, Pato Marmoran, Serere und Martin Pescador.

Alcedinidae

Wie viele andere vor mir, verlasse ich dieses Paradies ungern. Das Gästebuch verrät… alle würden gerne länger bleiben, niemand möchte gehen. Doch alles Schöne hat ein Ende. Mir bleiben diese wunderbaren Eindrücke für immer präsent.

Möge der Urwald für viele weitere Generationen erhalten bleiben!

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Eine Antwort to “Dschungelweisheit”

  1. yvonne velez 11/12/2012 um 12:59 pm #

    Amen y asi sea con la selva y los bosques,rios,mares y toda la naturaleza.Me parecio muy linda tu experiencia,con la preguntadera me recorde de tu ninez y la impaciencia de tu papa para contestarte a las diferentes cosas q siempre preguntabas….y ahora despues de 40 anos sigues activa!

    Gracias por tus escritos,q es una novela real!!!!!
    Mucha suerte para el resto de tu aventura.Besos a los dos!!!!!!

    G

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