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Stopovers

26 Jan

Die Fluggesellschaft Emirates bietet den billigsten Flug von Sydney nach Buenos Aires an. Es ist fast ein rund um die Welt Flug, der 37 Stunden am Stück dauert. Wir bekommen den Flug inklusive zwei Stopovers für den selben Preis.

So kommt es, dass wir ein weiteres Mal asiatische Luft in Bangkok schnuppern dürfen. Während dem 20 stündigen Aufenthalt übernachten wir in der Nähe vom Flughafen, fahren mit dem Taxi in die Stadt, geniessen eine traditionelle Thaimassage im Wat Po Tempel und während Mike in seinem elektronik Paradies „Pantip“ nach Ersatzteile für seinen Tap sucht, sitze ich draussen und beobachte das Treiben in dieser Weltstadt: Menschentummult, Farbenpracht, Verkehr, Bettler, Hupen, Baulärm, Garküchenduft, exotische Früchte, Tuktuks, Räucherstäbchen, Budhas, Abgas, 7-Eleven Shop, Touristen, Tempel, Einkaufstaschen, bunte Taxis, Mönche, Mopedfahrer, Orchideen. Ich brauche mich nicht zu bewegen. Alles geht in einer atemberaubender Geschwindigkeit zu und her.

Bangkok ist einmalig… und ermüdend.

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Der nächste Zwischenstopp heisst Dubai, wo die Fluggesellschaft Emirates Zuhause ist. Hier dürfen wir uns mit unseren Freunden Sascha und Johannes treffen, die zufällig ihren Urlaub in den Arabischen Emirate verbringen. Sie erwarten uns am Flughafen nach Mitternacht mit einem frohen Lächeln und müden Augen. Gemeinsam fahren wir mit dem Taxi zum Ramada wo Sascha eine Suite gebucht hat, in der wir zwei Tage und drei Nächte lodgieren dürfen. Sascha ist unser Reisefachmann… er findet immer die besten Angebote. Die nächsten Tage lassen wir uns von ihm Dubai aus allen Seiten zeigen.

Der Blick aus dem 12. Stock unserer Wohnung zeigt eine dürre Landschaft und hunderte von Hochhäuser, die im Gegensatz zu Bangkok nicht dicht aneinander gereiht sind. Unser Hotel befindet sich in Sharjah, dem Nachbar Emirat. Das Frühstück mit unseren Freunden geniessen wir besonders… den Austausch, die anregenden Gespräche, die grosse Auswahl und die Bedienung. Es gibt viel zu erzählen und die Zeit vergeht wie im Fluge.

„Simcity“ erkunden wir per Skytrain und zu Fuss. Die Stadt der Superlative ist eine Sammlung von architektonischen Bauwerke. Die modernen Einkaufszentren mit riesigen Aquarien und einer Skipiste mitten in der Wüste laden dazu ein, in der Komsumwelt zu ertrinken.

Ausser in der Altstadt, wo man Souks findet und über den Bazar flanieren kann, versprüht diese Stadt für mich kein Flair. Die Fahrt mit einem Floss zum anderen Stadtteil, da wo der Hafen liegt und wo Schiffe regen Handelsverkehr mit dem Nachbarland Iran treiben, gefällt es mir am besten.

Die zwei Tage gehen schneller um als wir uns umschauen können. Schon heisst es Abschied nehmen von Sascha und Johannes. Sie werden die anliegenden Emirate mit einem Mietfahrzeug erkunden. Wir nehmen für weitere 20 Stunden Platz im Flugzeug. Doch auch hier vergeht dank dem hervorragenden Unterhaltungsprogramm und dem Service die Zeit .. wie im Fluge..

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Einblick in die Thaimassage

12 Mai

Der Traditionelle Thaimassagekurs war eine wunderbare Erfahrung, die uns sehr bereichert hat! Wir machten den professionellen Kurs, welcher 27 Tage dauert und von montags bis samstags unterrichtet wird in Salaya (ausserhalb Bangkok’s) an der Chetawan Health School. Unsere Klasse bestand aus 12 Schüler kommend aus: Argentinien, Südafrika, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Holland, Italien, Russland und Thailand.
Die ersten drei Tage lernten wir Anatomie. Der Schultag fing mit einem Gebet an und endete meistens mit Thai-Yoga. Die praktische Tätigkeit war sehr intensiv. Zuerst wird einem die 2 Stunden Massage gründlich beigebracht. Sobald man diese verinnerlicht hat, wird diese gekürzt und angepasst um daraus 1,5 Stunde, 1 Stunde und 30 Minuten Massage zu machen. Zum Unterricht gehören auch diverse Behandlungs-Massagen im Falle von  Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, steife Beine und kraftlose Arme. Die Thaimassage ist wegen der Intensität der Durchblutung nicht für jedermann geeignet. Man muss wissen, dass gewisse Krankheiten nicht damit behandelt werden dürfen.

Die Schule hat den Stundenplan sehr abwechslungsreich gestaltet, so dass wir zwischendurch körperliche und geistige Pausen geniessen konnten. In Kräuterkunde erfuhren wir welche Kräuter und Wurzeln in die „Herbalballs“ (Kräuterkompressen) getan werden und welche Beschwerden damit gelindert werden können. Die Zutaten für die Kompressen mussten wir selber waschen und zubereiten, was allen Spass gemacht hat. Die Bindekunst ist nicht ganz einfach aber auch dies will geübt werden. Der Schulraum hat danach frisch geduftet wie nach einer Aromatherapie-Behandlung. Die übrigen Zutaten wurden für die Thaisauna benutzt. Diese besteht aus einem einfachen Vorhang der um einen Holzstuhl hängt. Die Mischung kocht unter dem Stuhl im Wasserbad. Man setzt sich nackt auf diesen Stuhl und geniesst während 20 Minuten ein Dampfbad – et voilà die Thaisauna ;o)


Wir durften auch verschiedene Zeremonien beiwohnen: Die erste hat im Wat Pho Tempel stattgefunden zu Ehren des Erfinders der Thaimassage, der nordindische Arzt Jivakar Kumar Bhaccha. Um 7 Uhr wurden wir Schüler nach Bangkok in den Tempel gebracht, wo wir die Zeremonie im Schneidersitz auf dem Boden sitzend verfolgen und den Gebeten und Rezitationen zuhören sollten. Dies war für uns etwas anstrengend und mühsam, weil wir nichts verstanden haben.

Die zweite Zeremonie hat ein Paar Wochen später stattgefunden als in der Schule an einem gewöhnlichen Schultag ein neues Gebäude eingeweiht wurde.  Um 10 Uhr wurde der Unterricht unterbrochen und alle Schüler und Lehrer sowie Schulleiter und Besitzer der Schule bzw. des Wellnesscenters mit Angehörigen hörten und schauten respektvoll den acht Mönchen zu, wie sie die neu gebauten Räume während einer besonderen Zeremonie mit Gesang und Gebet segneten. Der Unterricht wurde am Nachmittag wie gewohnt fortgesetzt. Auf dieser Weise haben wir erlebt wie die Gebräuche und der Glaube in Thailand im Alltag ganz natürlich integriert sind.

Etwas ganz besonderes war die Begrüssung des neuen Jahres, welche Mitte April stattgefunden hat. Bei den Thais haben wir das Jahr 2554. Das neue Jahr wird u.a. mit Wasserschlachten auf den Strassen verbracht – alles wird bis auf die Unterhosen nass. Dabei beschmiert man sich gegenseitig mit einer lehmigen Paste am Gesicht ein. Ein grosser Spass mit Jung und Alt, an dem es viel zu lachen gab.

Die Vorbereitung für die Schlussprüfung lief neben diesen erlebnisreichen Ausflügen auf vollen Touren. Morgens und Abends vor bzw. nach dem Schulunterricht haben wir fleissig die Massagen geübt um die vielen Schritten und die Reihenfolge der Therapien zu lernen. Die Daumen haben uns vom Drücken geschmerzt, die Knie und der Rücken von der unüblichen Körperhaltung. Die Schlussprüfung bestand darin, einem Kunden die 1,5 Stunden Massage zu geben inklusive Behandlung mit der warmen Kräuterkompresse sowie eine Behandlung von 1 Stunde je nach Problem des Kunden. Wir haben die schriftlichen und die praktischen Prüfungen erfolgreich bestanden. Das Diplom erlaubt uns nun als ausgebildete Masseure aufzutreten. Wir üben zuerst einmal weiter um das gelernte zu vertiefen und zu verbessern.

Nach dem Kurs haben wir einige Tage in Bangkok verbracht. Das spannenste war eine geführte Fahrradtour durch ursprüngliche Stadtteile wie Chinatown – Bangkok aus einem anderen Blickwinkel – unbedingt empfehlenswert!